Seite drucken

Historie

Die schweren Anfangsjahre

Am 2. April 1947 schlug die Geburtsstunde unseres Vereins, als sich 38 Sportfreunde in der Gastwirtschaft „Schellenberger“ in Eicha zusammenfanden und die Sportvereinigung Eicha aus der Taufe hoben. Erster Vorsitzender war Erich Schwerdt, der in seiner Arbeit vom Schriftführer Arno Friedrich und dem Kassier Heinrich Autsch unterstützt wurde. Das Hauptaugenmerk galt zunächst der Erlangung eines Sportplatzes und der Beschaffung von Sportgeräten. Die Fußballspiele wurden anfangs auf dem Witzmannsberger Schulsportplatz ausgetragen, der aber eigentlich dafür zu klein gewesen ist und deshalb schon im Herbst 1947 vergrößert wurde. Zu den Auswärtsspielen musste damals noch mit den Fahrrädern gefahren werden.

Die Schiedsrichterkosten beglich der mittellose Verein in Naturalien: z. B. mit einem Korb Kartoffeln. Um zu etwas Geld zu kommen, wurde Weihnachten 1948 der erste „Bunte Abend“ durchgeführt, der wegen des großen Erfolges in Tambach und Stöppach wiederholt worden ist. Bei der ersten Jahreshauptversammlung am 1.1.1948 wurden auch Frauen in den Verein aufgenommen, die später unter der Leitung von Eberhard Fischer im Handball schöne Erfolge erzielten und sogar um die Bezirksmeisterschaft spielten. In den Anfangsjahren widmete man sich auch der Leichtathletik, denn es wurden zwei Speere und ein Diskus beschafft. Im April 1948 wurde bereits das 100. Mitglied aufgenommen. Dank einer Spende des Bayer. Fußballtotos in Höhe von 1.000 DM konnte 1949 ein einfacher Umkleideraum am Sportplatz errichtet werden und es wurden neue Tornetze beschafft. Ein Versuch, sich mit dem Gesangverein in Witzmannsberg zusammen zu schließen, scheiterte, weil man sich nicht auf einen gemeinsamen Namen einigen konnte. Das 10-jährige Stiftungsfest im Jahre 1957 verband man mit einer Fahnenweihe und der Einweihung des von Vereinsmitgliedern errichteten Kriegerdenkmals in Eicha. Im Januar 1958 übergab Erich Schwerdt, der die treibende Kraft in den ersten Jahren gewesen ist, das Vereinszepter an seinen Bruder, Heinz Schwerdt, der fast 40 Jahre lang unserem Verein vorstand.

Die folgenden Jahre waren von einem sehr regen Vereinsleben geprägt; so gab es Tanzveranstaltungen, Kappenabende, Ausflüge, Theatervorstellungen und Weihnachtsfeiern. In sportlicher Hinsicht musste man sich aber bescheiden halten. Es fehlte einfach an der Kameradschaft und der Disziplin; manchmal bereitete es sogar große Mühe, eine Mannschaft zusammen zu bekommen. Als man 1960 beim Sportfest in Ahorn gar gegen deren Reserve antreten sollte, wurde kurzerhand die Teilnahme zurückgezogen. In den nächsten Jahren änderte sich nicht viel; die sportlichen Erfolge blieben aus und man zierte sogar das Tabellenende in der C-Klasse.

Es geht aufwärts

Die Wende zum Besseren trat Mitte 1965 ein mit der Verpflichtung von Harry Primut als Trainer. Obwohl es schwierig war, das Trainerhonorar zu finanzieren, sah man keinen anderen Ausweg, um aus dem sportlichen Tal herauszukommen. Dieser Schritt wurde belohnt, denn 1968 konnte der Aufstieg in die B-Klasse gefeiert werden.

Doch auch was den Sportplatz angeht, wurde Mitte der 60er Jahre der Grundstein für ein neues Sportgelände gelegt. Der alte, viel zu kleine und teilweise sumpfige Platz musste aufgegeben werden, weil dieses Areal künftig bebaut werden sollte. Nachdem die Gemeinde Schorkendorf-Eicha ein ca. 1,5 ha großes Waldstück vom Grafen zu Ortenburg erworben hatte, wurde im Frühjahr 1967 mit dessen Rodung begonnen. Aufgrund der ungünstigen topographischen Verhältnisse mussten mehr als 20.000 cbm Erde bewegt werden. Pech hatte man mit der ersten Ansaat des Spielfeldes, denn im Frühjahr 1970 musste nochmals neu angesät werden, nachdem der Grassamen ausgewintert war. Parallel dazu liefen die Bauarbeiten für das Sportheim. Viele Mitglieder haben dabei Hervorragendes geleistet, denn die Strom- und Wasserversorgung, wie auch die Abwasserbeseitigung warfen immer wieder neue Probleme auf. Als man im August 1971 froh war, alles geschafft zu haben, setzte ein Sturmwind dem Neubau arg zu und riss die gesamte Dacheindeckung herab. Aber auch dieser Rückschlag wurde gemeistert und so konnte Weihnachten 1971 Einzug in das neue Sportheim gehalten werden.

Am 6. Januar 1972 fand dann die erste Jahreshauptversammlung im eigenen Domizil statt. Für das leibliche Wohl der Gäste sorgte zunächst llse Janson.

Die Einweihung des neuen Sportgeländes

Das 15-jährige Vereinsjubiläum 1972 war der richtige Anlass, um das Sportheim und das neu geschaffene Sportgelände einzuweihen. Die Hauptattraktion während der Sportwoche war die Begegnung zwischen dem VfL Neustadt und dem VfB Coburg, zu der rund 1.500 Zuschauer strömten und für ein kleines Verkehrschaos in Eicha sorgten. Im Fußball nahm man in dieser Zeit eine führende Rolle in der B-Klasse ein und hatte 1973 sogar die Chance, in die A-Klasse aufzusteigen, doch leider wurde das Entscheidungsspiel gegen Schwürbitz mit 2:3 verloren. Auch im Nachwuchsbereich war man sehr erfolgreich; die von Erwin Schreiner betreuten Teams konnten mehrmals Meisterschaften und Pokalsiege erringen. Das sportliche Angebot wurde 1972 um eine Gymnastikabteilung bereichert, die von Martha Griebel ins Leben gerufen wurde. Nur zwei Jahre später wurde von Paul Niebelschütz eine Damen-Fußballmannschaft gegründet, die wohl als einzige im Kreis heute noch besteht. Da es mittlerweile auch eine Altherren-Mannschaft gab, also insgesamt sieben Teams am Spielbetrieb teilnahmen, reichte der vorhandene Rasenplatz nicht mehr aus. Es wurden deshalb Verhandlungen mit
der Gemeinde um die Bereitstellung von Gelände für ein zweites Spielfeld aufgenommen.

1975 gab Ilse Janson die Sportheimbewirtschaftung auf und an ihre Stelle traten Maria und Heinrich Fischer, die beide auch heute noch diese Aufgabe wahrnehmen und unser Sportheim in dieser Zeit zu
einem Aushängeschild gemacht haben.

Der Aufstieg in die A-Klasse

Nach mehreren vergeblichen Anläufen gelang es endlich 1978 unter dem Trainer Günter Primke, in die A-Klasse aufzusteigen. Aber auch im DFB-Pokal erreichte man erstmals die 5. Runde, zog aber gegen den Bayernliga-Vertreter VfB Coburg mit 1:4 den Kürzeren.

Die Gründung der Tennis-Abteilung

Durch den Bau des Freizeitzentrums in Witzmannsberg mit 4 Tennisplätzen war die Möglichkeit
gegeben, den „weißen Sport“ auch in unserer Gemeinde auszuüben. Am 23. April 1979 schlug deshalb
die Geburtsstunde der Tennisabteilung. Der Spielbetrieb wurde im Frühjahr 1982 aufgenommen.

Der Beginn der Zeltkirchweih

Im August 1979 wurde das erste Mal auf dem Parkplatz vor dem Sportheim ein Bierzelt aufgestellt. Vom Bieranstich am Freitag bis zum Hahnenschlag und dem Kindernachmittag am Montag wurde ein abwechslungsreiches Programm geboten. Daran hat sich bis zum heutigen Tag nichts geändert. Die Zeltkirchweih hat also inzwischen Tradition und sich zu einem Publikumsmagneten entwickelt.

Der Aufstieg in die Bezirksliga Oberfranken-West

Zu einem weiteren sportlichen Höhepunkt wurde das Jahr 1982, als die Meisterschaft in der A-Klasse errungen wurde und damit der Aufstieg in die Bezirksliga Oberfranken-West gelang. Durch Verletzungspech und schwache Heimspiele konnte man sich aber nicht in dieser Klasse halten und musste sie nach einjähriger Zugehörigkeit wieder verlassen. Dies war der bisher einzige Rückschlag in einer stetigen Aufwärtsentwicklung unserer Fußballabteilung.

Nachdem der Verein mittlerweile auf 400 Mitglieder angewachsen war und die Verwaltungsarbeit erheblich zugenommen hatte, wurde bei der Jahreshauptversammlung 1983 ein neuer Organisationsplan für die Vereinsführung beschlossen. Es wurden einzelne Aufgabenbereiche gebildet und jeweils mit einem Verantwortlichen besetzt. Ferner schuf man das Amt eines geschäftsführenden Vorsitzenden, der vor allem den Schriftverkehr abwickelt. Diese Position übernahm Heinrich Fischer, der sie auch heute noch innehat und mit großem persönlichem Einsatz unseren Verein führt.

Einweihung des 2. Rasenplatzes und Erweiterung des Sportheimes

Im Juni 1984 war es endlich so weit, dass nach 4-jähriger Bauzeit der zweite Rasenplatz seiner Bestimmung übergeben werden konnte. Zuvor mussten jedoch viele Schwierigkeiten aus dem Weg
geräumt werden, denn der Platz war zunächst zu kurz gewesen und der aufgebrachte Oberboden war von schlechter Qualität, so dass bereits vor dem ersten Spiel Regenerationsmaßnahmen unerlässlich
waren. In den Baukosten von 140.000 DM waren auch der Aufwand für eine Flutlichtanlage und ein Brunnen für die Bewässerung der beiden Rasenplätze enthalten.

Nur ein Jahr später, konnte schon wieder ein Bauwerk abgeschlossen werden: die Erweiterung des Sportheimes. Da die vorhandenen Umkleiden und sanitären Anlagen durch die gestiegene Anzahl an Mannschaften nicht mehr ausreichten, war schon Ende 1981 der Entschluss gefasst worden, zusätzliche Räumlichkeiten zu schaffen. Mehr als 4.400 Stunden an Eigenleistungen und Finanzmittel in Höhe von 225.000 DM waren notwendig, bis im Oktober 1985 der schmucke Anbau seiner Bestimmung übergeben werden konnte. Große Verdienste um dieses Vorhaben erwarb sich das Vorstandsmitglied Karl Griebel, denn er hat quasi als „Bauleiter“ die Maßnahme begleitet.

Generalsanierung des Platzes 1

Obwohl also in den letzten Jahren immens viel geschaffen wurde, gönnte man sich keine Ruhepause, sondern ging gleich wieder an die Vorbereitung des nächsten Projektes: der Generalsanierung des Hauptplatzes. Dieses Spielfeld wies nach mehr als 10-jähriger, starker Inanspruchnahme erhebliche Mängel auf. Nachdem in einem Bedarfsgutachten der Regierung von Oberfranken die Notwendigkeit des Vorhabens bestätigt worden ist, entschied man sich für die große Lösung, einem kompletten Neuaufbau des Platzes. Nach nur 6 Wochen Bauzeit konnte das neue Spielfeld bereits Mitte August
1986 angesät werden.

Die offizielle Einweihung des wieder herrlich grünen Rasenplatzes war eingebunden in die Feierlichkeiten zum 40-jährigen Vereinsbestehen im Juli 1987. Da nun auch Steh- und Sitztribünen geschaffen worden sind, ist es nicht vermessen, jetzt von einem „Waldstadion“ zu sprechen. Von den angefallenen Baukosten von rund 281.000 DM musste etwa ein Drittel über Eigenmittel und Eigenleistungen finanziert werden.

Gründung einer Laienspielgruppe

Am 22. November 1986 trat die von Wiltrud Geisthardt ins Leben gerufene „Trächer Laienspielgruppe“ im Freizeitzentrum in Witzmannsberg mit dem Stück ,,Der schwarze Koffer“ erstmals vor die Öffentlichkeit. Mittlerweile sind die Aufführungen unserer „Schauspieler“ kurz vor Weihnachten zu einem festen Bestandteil im Veranstaltungskalender geworden. Kam man am Anfang noch mit 4 Theaterabenden aus, so müssen jetzt aufgrund der starken Kartennachfrage bereits 9 Aufführungen eingeplant werden. Das Ensemble, das bis 2013 von Wiltrud Geisthardt geleitet wurde und jetzt mit Stefan Franz einen würdigen Nachfolger gefunden hat, versteht es nicht nur, köstliche Unterhaltung zu bieten, sondern es hat mit dem Erlös aus den Theaterveranstaltungen unsere Vereinskasse auch kräftig entlastet.

In den folgenden Jahren wurde, was den Bausektor betrifft, etwas kürzer getreten. Dafür wurde in den einzelnen Abteilungen unseres Vereines die zielstrebige und erfolgreiche Arbeit noch weiter intensiviert. Als äußeres Zeichen des Dankes und der Anerkennung für hervorragende Nachwuchsförderung erhielten wir 1989 eine Urkunde der „Sepp-Herberger- Stiftung“. Im gleichen Jahr wurde unsere A-Jugend von der Gemeinde Ahorn zur besten Mannschaft des Jahres gewählt. Unsere Senioren machten es dem Nachwuchs nach, denn auch sie waren in der Spielzeit 1989/90 das beste Team in der A-Klasse und schafften somit den erneuten Aufstieg in die Bezirksliga. Aufgrund des großen Spielerpotentials wurde 1990 eine dritte Fußballmannschaft für die Punkterunde angemeldet. Diese Elf avancierte in den nächsten sechs Jahren zu unserem erfolgreichsten Team, denn sie kam bis zum Ende der Spielzeit 1995/96 nicht weniger als elfmal zu Meisterehren und gab sowohl in der Halle als auch auf dem Feld den Ton an.

Die Erweiterung des Sportheimes

Da der Platz im bestehenden Gastraum, gerade nach Heimspielen, überhaupt nicht mehr ausreichte und auch der Betriebsablauf im Küchenbereich alles andere als optimal war, beschloss man in der Jahreshauptversammlung am 6. Januar 1992, den Umkleide- und Sanitärtrakt im Erdgeschoß durch Verlängerung der Wirtschaftsraumes aufzustocken. Die von unserem „Haus-Architekten“ Winfried Beyer erstellte Planung sah vor, die Küche und den Gastraum zu vergrößern, zusätzliche Toiletten zu schaffen, sowie einen Jugendraum und ein Geschäftszimmer anzufügen. Am 2. April wurde mit dem Abtragen des Daches über dem EG, das ja später auf dem Erweiterungsbau wieder aufgesetzt worden ist, begonnen. Die Bauarbeiten gingen zügig voran und nach nur einem Dreivierteljahr Bauzeit konnte schon am 21. November 1992 die Einweihung der neuen Räumlichkeiten, verbunden mit einem Helferfest, gefeiert werden. Zu Recht stellte der Verantwortliche für das Bauvorhaben, Winfried Beyer, bei der folgenden Jahreshauptversammlung fest: „Es war eine Energieleistung ganz besonderer Art, auf die wir stolz sein können“. An diesem Gemeinschaftswerk wirkten 115 Mitglieder mit, die dabei mehr als 4.500 Arbeitsstunden leisteten. Dadurch war es auch möglich, die mit 225.000 DM veranschlagten Kosten einzuhalten und dank der Zuwendung der Brauerei, der Gemeinde und des Landkreises Coburg ohne Darlehen aus eigener Kraft finanzieren zu können. Zu einem Schmuckstück wurden besonders die mit Feldsteinen gestaltete Wand im Jugendraum, die Holzbalkendecke mit den Halogenstrahlern und die selbst entwickelte, fahrbare Zwischenwand.

Im sportlichen Bereich konnte aber 1992 ebenfalls gejubelt werden, denn der 1. Mannschaft gelang unter Trainer Erich Schweinester erneut der Aufstieg in die Bezirksliga Oberfranken-West. Weitere herausragende Ereignisse waren das 20-jährige Bestehen der AH-Mannschaft, das mit einem Kameradschaftsabend im Saal Rebhan und einem Fußballturnier mit dem TSV Scherneck als Sieger, begangen wurde. Das gleiche Jubiläum feierte die Damengymnastikabteilung am 26. Juni 1992, verbunden mit einem Festabend in der Kulturhalle des Freizeitzentrums.

Im Jahre 1992 überstieg die Mitgliederzahl die 500er-Grenze; am 31. 12. 1992 zählte der Verein 515 Mitglieder, von denen 73 Kinder bis zum 14. Lebensjahr waren. Das Jahr 1993 war geprägt von den Vorbereitungen für eine weitere Baumaßnahme, der Schaffung eines eigenen Tennisplatzes. Die beiden von der Gemeinde Ahorn angemieteten Plätze reichten für einen geordneten Trainings- und Wettkampfbetrieb einfach nicht mehr aus, denn mittlerweile nahmen 5 Mannschaften an den Punktspielen teil und die Mitgliederzahl in der Tennisabteilung war auf 76 angestiegen. Bevor dieses Bauvorhaben aber im November 1995 in Angriff genommen werden konnte, mussten einige Hürden genommen werden; insbesondere das Forst- und Domänenamt in Coburg, das der Rodung eines Waldstreifens nicht zustimmen wollte, bescherte uns viel Arbeit und verzögerte den Baubeginn. Bei der Kirchweih im August 1993 wurde erstmals eine „Kirchweihparty“ am Samstagabend im Zelt veranstaltet. Die Idee, bei freiem Eintritt, den Besuchern ein toll geschmücktes Zelt, gute Musik und in großen Pfannen frisch zubereitete Speisen anzubieten, schlug voll ein.

Am 15. November 1993 trafen sich erstmals einige „Ruheständler“ im Sportheim, die aktiv mithelfen wollten, unsere Sportanlagen in Ordnung zu halten. Dieser Kreis, der seitdem als „Ältestenrat“ bezeichnet wird, ist aus unserem Vereinsleben nicht mehr wegzudenken. Egal, ob es um die Reparatur von Schäden, einen Renovierungsanstrich, das Setzen eines Zaunes, oder das Auslichten von Sträuchern und Bäumen geht, unsere Senioren packen stets an und sparen dadurch dem Verein erhebliche Mittel für die Unterhaltung unseres Sportgeländes.

Der Aufstieg in die Bezirksoberliga

Den absoluten sportlichen Höhepunkt in der bisherigen Vereinsgeschichte bildete 1994 der Aufstieg in die höchste Spielklasse im Regierungsbezirk, die Bezirksoberliga. Nach dem 2. Tabellenplatz in der Bezirksliga wurde das durch den Aufstieg der Frohnlacher in die Bayernliga eigentlich überflüssig gewordene Relegationsspiel gegen den SV Pettstadt in Rattelsdorf mit 3:1 gewonnen. Maßgeblichen
Anteil an der Vizemeisterschaft hatte Sturmführer Stefan Angermüller, der mit 23 Treffern Torschützenkönig in der Bezirksliga geworden ist. Im folgenden Jahr machte es ihm Carsten Koch nach, der den 3. Platz im ersten BOL-Jahr mit der Erringung der Torjägerkanone für 25 Treffer krönte. Auch für unsere 2. Mannschaft gab es 1994 eine Änderung in der Spielklasse, denn von nun an gingen
die Spieler nicht mehr in einer Runde mit den anderen Reserveteams an den Start, sondern sie nahmen in der C-Klasse den Spielbetrieb auf. Fast wäre auf Anhieb der Aufstieg in die B-Klasse gelungen, doch das letzte Spiel zu Hause gegen die Reserve von Rodach, bei dem bereits ein Unentschieden gereicht hätte, ging mit 0:1 verloren.

Ganz ohne Bauarbeiten ging es aber 1994 nicht ab, denn im Herbst wurde das Dach über dem Altbau saniert. 1995 folgte dann die Erneuerung des Herren-WC im EG des Altbaues. Im gleichen Jahr konnte der am Platz I geschaffene Spielplatz seiner Bestimmung übergeben werden. Unter Federführung von Peter Griebel und tatkräftiger Mithilfe des Ältestenrates wurde mit Spendengeldern und einem Zuschuss der Gemeinde eine ideale Verbindung von Sport und Spiel geschaffen.

1995 kam es zweimal zum Lokalderby gegen den VfB Coburg, wobei wir beide Begegnungen gewannen und keinen Gegentreffer zuließen. Im DFB-Pokal gelang unserer 1. Mannschaft eine Sensation, als sie in der 5. Runde gegen den Bayernligisten SC Weismain ein 2:2 erkämpfte. In der nächsten Begegnung gegen den VfL Frohnlach hatte man allerdings keine Chance und verlor hoch mit 1:7.

Im Juli 1996 konnte endlich der neue Tennisplatz eingeweiht werden. Eigenmittel und Eigenleistungen von insgesamt 48.000 DM mussten aufgebracht werden, um diese Anlage mit Zuschauerstehplätzen und Grillplatz fertigsteilen zu können. Die Planung und Bauüberwachung für dieses Vorhaben lag wiederum in den bewährten Händen unseres „Haus-Architekten“ Winfried Beyer. Für ihn gab es keine Verschnaufpause, denn es galt, ein neues Projekt vorzubereiten, die Schaffung eines Fest- und Parkplatzes. Schon seit vielen Jahren war beabsichtigt, zwischen dem Sportheim und der Straße am Wald eine Fläche anzulegen, die als Parkplatz und auch für den Trainingsbetrieb genutzt werden kann. Da hierfür ggfs. eine staatliche Förderung im Rahmen der Dorferneuerung möglich wäre, die Mittel aber zunächst für andere Projekte eingesetzt wurden, musste die Maßnahme immer wieder hinausgeschoben werden.

Die Feierlichkeiten zum 50-jährigen Vereinsjubiläum Mitte 1997, bei denen solch ein Gelände dringend benötigt wird, ließen aber keinen weiteren Aufschub zu. Nach der ersten Geländeaufnahme zeigte sich aber schon, dass aufgrund der topographischen Verhältnisse und der Nähe zur vorhandenen Bebauung die Errichtung eines Trainingsplatzes nicht möglich sein wird. Deshalb beschloss die Jahreshauptversammlung am 6. Januar 1997, die zur Verfügung stehende Fläche von ca. 3.000 qm zunächst nur zum Teil zu befestigen und als Park-und Festplatz mit entsprechenden Anschlüssen an die Ver- und Entsorgungsleitungen zu nutzen. Diese Maßnahme, die rechtzeitig zum Vereinsjubiläum fertiggestellt war, wurde mit unserem 50- jährigen Vereinsjubiläum würdig begangen, bei dem ein Event mit Boxstar Rene Weller, eine Modenschau und weitere Highlights viel Zuspruch bei den zahlreichen Gästen fand. Der Festplatz ist seitdem feste Institution als Parkplatz bei den Heimspielen sowie als Zeltplatz für die legendäre Trächer Kerwa.

Der Teil 1997 – 2015 ist gerade noch in Bearbeitung und wird in Kürze folgen…

Sicherlich wird auch weiterhin unsere Vereinsgeschichte ereignisreich bleiben und es lohnt sich auch weiter mit vollem Engagement in die Zukunft zu blicken.

 

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://www.spvg-eicha.de/historie/