Bei der Jahreshauptversammlung der Spvg Eicha brauchte der Vorstand einen Beschluss der Mitglieder, um notwendige Sanierungsmaßnahmen in die Wege leiten zu können.
Eicha. Zwei große Themen bestimmten die Jahreshauptversammlung der Sportvereinigung Eicha. Die Neuwahl des Vorstandes und die Sanierung des Vereinsheimes. Vor allem dieser Punkt nahm viel Raum ein, zumal Vorsitzender Mike Gallinsky bei seinen Ausführungen mehr als ein Jahr der Analyse, Ideensammlung und Planung zusammenfassen musste.
Schon Ende 2024 sei man übereingekommen, dass der in die Jahre gekommene Kabinentrakt mit den Umkleiden und Duschen modernisiert werden soll. In diese Überlegungen sei auch die Erneuerung der Heizungsanlage eingeflossen. Aber auch etwaige energetische Maßnahmen, um das Gebäude einerseits auf einen zeitgemäßen Stand zu bringen und andererseits auch Voraussetzungen zu schaffen, um auf verschiedene Fördertöpfe zugreifen zu können.
In dem Fall hätte man bereits größtenteils über eine zumindest vorläufige Fremdfinanzierung nachdenken müssen, nachdem jüngere Projekte bereits gezeigt hätten, dass es durchaus Jahre dauern kann, bis bewilligte Fördermittel tatsächlich ausgezahlt werden. Im Laufe der letzten Monate, in denen ein Architekturbüro die Liegenschaft intensiv begutachtet und eine detailreiche Zeichnung erstellt hatte, fiel jedoch auf, dass das Sportheim ein drängenderes Problem hat. „Unser Dach ist nicht mehr dicht und mit Flickschusterei auch nicht dauerhaft Instand zu setzen“, berichtete Mike Gallinsky den rund 60 anwesenden Mitgliedern.
Mit diesem zusätzlichen Punkt sei eine gleichzeitige Umsetzung aller wünschenswerten Modernisierungsmaßnahmen in weite Ferne gerückt. „Das Ganze hat solche Ausmaße angenommen, dass wir uns im Vorstand eine zentrale Frage stellen mussten. Was wollen wir unseren Nachfolgern hinterlassen? Einen Berg von Schulden oder ein marodes Sportheim?“, sagte Gallinsky. Auch mit Blick auf die ungewisse Zukunft, der die (Sport-)Vereinslandschaft in Deutschland aufgrund rückläufiger Zahlen im Nachwuchsbereich ganz allgemein entgegenblicke, habe man sich letztendlich auf ein vernunftbasiertes Vorgehen verständigt. Ziel bleibe jedoch der langfristige Erhalt des Vereinsheimes sowie die Bereitstellung zeitgemäßer und sicherer Sport- und Umkleidemöglichkeiten.
Alle – Stand jetzt – notwendigen und wünschenswerten Sanierungsmaßnahmen wurden in vier Bauabschnitten erfasst, wobei Abschnitt 1 die Erneuerung das Daches ist. Diese Aufstellung legte Gallinsky den Mitgliedern vor, genau wie einen Beschlussvorschlag, den die Versammlung bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung annahm.
Der Beschluss sieht vor, dass der Vorstand zunächst ermächtigt wird, die Sanierung des Vereinsheims gemäß Bauabschnitt 1 in die Wege zu leiten und die dafür erforderlichen Fremdmittel in Form von Krediten aufzunehmen. Außerdem wird der Vorstand verpflichtet, die Mitgliederversammlung regelmäßig über den Fortschritt der Maßnahmen und die finanzielle Entwicklung zu informieren.
Eine Wortmeldung aus dem Gremium attestierte dem Vorstand Mut und Weitsicht bei diesem Thema. Und verband damit gleichzeitig den Wunsch, dass die Vereinsfamilie für dieses Großprojekt noch näher zusammenrückt und alle gemeinsam an der Umsetzung mitwirken.
Der Verlauf der Wahlen ist schnell erzählt. Alle Amtsinhaber wurden ohne Gegenstimme in ihren Posten bestätigt. Kassenwart Marcel Münekhoff stand für eine weitere Legislaturperiode nicht zur Verfügung. Auf ihn folgt Mike Pochmann, der ebenfalls ohne Gegenstimme in Amt und Würden gehoben wurde. Als einer von bisher zwei Beisitzern schied Andreas Leffer aus dem erweiterten Vorstand aus, für ihn rücken nun Kevin Lauerbach und Yannick Herbert nach.
Nach einer Vielzahl von Berichten aus den einzelnen Abteilungen, die neben gesunden Finanzen auch eine größtenteils erfreuliche Entwicklung im sportlichen Bereich widerspiegelten, bot die Jahreshauptversammlung auch Platz für Ehrungen. Für 50 Jahre Mitgliedschaft wurden Roberto Bauer und Andreas Geisthardt zu Ehrenmitgliedern ernannt. Vorsitzender Gallinsky fand in seiner Ansprache warme Worte für die beiden, die zunächst als aktive Sportler und später in anderen Funktionen für die Spvg Eicha tätig waren. Vor allem Geisthardt sei auch heute noch ein wichtiger Ansprechpartner und Unterstützer, wenn es um die Belange des Vereins gehe. Für 25 Jahre Mitgliedschaft wurden zudem Harald Bauer, Udo Bohl, Stefan Rottmann und Volker Herbst geehrt.


